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Zur Position der Bulbi olfactorii bei Knochenfischen unter besonderer Berücksichtigung vonMugil auratus (Actinopterygii, Mugiliformes)

  • Arthur Holl1
Helgoländer wissenschaftliche Meeresuntersuchungen196716:BF01611709

https://doi.org/10.1007/BF01611709

Publiziert: 1. November 1967

Zusammenfassung

1. Die Position der Bulbi olfactorii der GoldmeeräscheMugil auratus Risso entspricht grundsätzlich dem sogenannten Salmoniden-Typ (proximale Bulbusposition in Relation zu den Corpora striata), jedoch kommt es während der Spätentwicklung zu einem Abrücken der Bulbi von den Corpora striata.

2. Dieses als „Distanzierung“ bezeichnete Abrücken der Bulbi ist die Folge eines relativ spät einsetzenden Längenwachstums der sekundären Tractus olfactorii.

3. Damit liegt eine Parallele vor zu den Verhältnissen bei Arten, deren Bulbusposition dem Cypriniden-Typ entspricht (distale Position). Keineswegs kann aber in der „distanzierten“ Bulbusposition vonMugil auratus damit schon eine Übergangsform zum Cypriniden-Typ gesehen werden.

4. Das Auftreten der beiden Positionstypen innerhalb der Gruppe der Teleostomi, die Wahrscheinlichkeit qualitativer Unterschiede zwischen den beiden Positionstypen sowie die möglichen physiologischen Voraussetzungen für das Abrücken der Bulbi olfactorii bei den Vertretern des distalen Typs und beiMugil auratus werden diskutiert.

5.Mugil auratus dürfte auf Grund der distanzierten Position seiner Bulbi besonders geeignet sein für (eventuell simultane) Potentialableitungen von den primären und sekundären olfaktorischen Fasern.

Notes

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