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Entwicklungsgeschichtliche Untersuchungen an zentrischen Diatomeen IV

Die PlanktondiatomeeStephanopyxis turris — ihre Behandlung und Entwicklungsgeschichte
  • Hans A. von Stosch1 und
  • Gerhard Drebes1
Helgoländer wissenschaftliche Meeresuntersuchungen11:BF01612373

https://doi.org/10.1007/BF01612373

Zusammenfassung

1. Die Entwicklung vonStephanopyxis turris sowie die zu ihrer Untersuchung geeigneten Methoden werden beschrieben und diskutiert.

2. Der vollständige Lebenszyklus einer zentrischen Diatomee nach Beobachtungen im Leben und mit den Grundzügen der zugehörigen Karyologie in Mitose, Meiosis, Befruchtung und Auxosporenbildung sowie Entstehung und Keimung der Dauersporen wird erstmalig dargestellt (Abb. 18).

3. Neuartige Beobachtungen betreffen Kollaps, „Blitztod“ und Lichtresistenz, die „Dritte Linie“, die Darstellung von Kern und Spindel in Mitose und Meiosis sowie die mit Kernkonkurrenz abschließenden acytokinetischen Karyokinesen in Oogon und Auxospore im Leben, die Keimung der Dauersporen, den lichtmikroskopischen Nachweis der Kieselschuppen in der Auxosporenmembran.

4. Die Entwicklungsvorgänge werden vergleichend diskutiert und dabei die Termini „depauperierende Teilung“ und „heterovalvate Zytokinese“ in Vorschlag gebracht.

5. Weitere Überlegungen gelten dem cyclischen Turgeszenzwechsel der Diatomeenzelle.

6. Die Methode der „Vegetativen Zellvergrößerung“ erlaubt es,Stephanopyxis-Klone beliebiger Breite aber unveränderten Genotypus für das Experiment bereitzustellen.

Notes

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