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Untersuchungen über die Verbreitung der Heringslarven im Englischen Kanal und der südlichen Nordsee im Januar 1959

  • Gotthilf Hempel1
Helgoländer wissenschaftliche Meeresuntersuchungen7:BF01613236

https://doi.org/10.1007/BF01613236

Zusammenfassung

Auf 177 Stationen, die über die Nordsee südlich 55° N und den Englischen Kanal verteilt waren, wurde im Januar 1959 das Vorkommen von Heringslarven untersucht. Die Fänge wurden mit einem als „Hai“ bezeichneten, in einigen Einzelheiten abgewandelten Gulf III-Sampler nachGehringer durchgeführt.

Unter langsamen, kontinuierlichen Fieren und Hieven des Gerätes (0,4 bzw. 0,25 m/sec bei 6 kn Fahrt) konnten bei Schräghols alle Wasserschichten hinreichend gleichmäßig durchfischt werden. Bei günstigen Ablesebedingungen liefert die Angabe von Drahtwinkel und Trossenlänge im flachen Wasser der südlichen Nordsee brauchbare Werte für die Schlepptiefe.

Die Menge des filtrierten Wassers wurde sowohl aus dem Öffnungsquerschnitt des „Hai“ als auch aus Strommesserangaben berechnet. Im Mittel stimmen beide Werte gut überein. Sie bilden die Grundlage für die Berechnung der Larvenzahl unter 1 m2 Meeresoberfläche

Die Verbreitung der Heringslarven Mitte und Ende Januar 1959 ist in den Karten Abb. 5 und 6 wiedergegeben. Das Auftreten von 5 räumlich voneinander getrennten und durch die Größenverteilung unterschiedenen Larvengruppen wird kurz beschrieben.

Eine Diskussion der Resultate im Hinblick auf die Herkunft und Volksstärke der einzelnen Larvengruppen, auf ihre Verfrachtung, Ausbreitung und Verlustrate sowie auf das Individualwachstum soll in Verbindung mit der Darstellung der Ergebnisse britischer und holländischer Forschungsfahrten demnächst andernorts gegeben werden.

Notes

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