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Gesamtstoffwechsel und summierte Gewebsatmung in Beziehung zur Körpergröße

  • Alfred Locker1 und
  • Peter Weish1
Helgoländer wissenschaftliche Meeresuntersuchungen196716:BF01620695

https://doi.org/10.1007/BF01620695

Publiziert: 1. August 1967

Zusammenfassung

1. Von männlichen Albinomäusen mit Körpergewichten zwischen 1,3 g (Geburt) und 23 g (65 Tage alt) wurde der Gesamt-O2-Verbrauch bei 22,5° und 35° C gemessen und (gewichtsspezifisch) gegenüber dem Körpergewicht aufgetragen. Es resultieren an den sich ergebenden Allometrien bei beiden Umgebungstemperaturen (mindestens) 2 Cyclen (Cyclus I bis 5 g: mit positiver Allometriekonstante; Cyclus II ab 5 oder 7 g mit negativer Allometriekonstante), die hochsignifikant voneinander unterschieden sind.

2. Auch für die Beziehung des Gewichts aller wichtigen Organe (Gehirn, Muskel, Herz, Leber, Milz, Magen, Darm, Niere, Haut und Knochen) zum Körpergewicht ergeben sich 2 Cyclen, zwischen deren Allometriekonstanten bei Gehirn, Herz, Leber und Haut ebenfalls statistisch signifikante Unterschiede bestehen.

3. Gleichfalls sind statistisch voneinander unterscheidbare Cyclen an der (auf Feuchtgewicht bezogenen) Gewebsatmung von Gehirn, Leber, Darm und Niere feststellbar.

4. Die Addition der „korrigierten Allometrien“ des Stoffwechsels aller Gewebe bei verschiedenen Körpergewichten (17 Einzelbestimmungen im Cyclus I, 19 im Cyclus II) zur sogenannten summierten Gewebsatmung erlaubt, die Allometrie (Regression) für diese statistisch zu berechnen und mit dem direkt gemessenen Gesamtstoffwechsel zu vergleichen.

5. Die unkorrigierte summierte Gewebsatmung erreicht in ihrer Intensität nur 25 % der Höhe des direkt bei 35° C bestimmten Gesamt-O2-Verbrauchs, unterscheidet sich aber in beiden Cyclen hinsichtlich der Neigung der Regressionen (Allometrien) nicht signifikant von den Cyclen des letzteren. Durch Einführung von Korrekturen (Einbeziehung von Haut und „Rest“, deren Atmung nicht gemessen wurde; Extrapolation der Atmung in vitro auf t0 erhöht sich die Intensität der summierten Gewebsatmung auf 50 bis 55 % des direkt gemessenen Gesamtstoffwechsels, ohne daß der insignifikante Unterschied der Allometriekonstanten ihrer Cyclen gegenüber denen des Gesamtstoffwechsels eine Änderung erfährt.

6. Da der Gesamt-O2-Verbrauch nicht unter Grundumsatzbedingungen erhoben worden war, andererseits aber die (korrigierte) summierte Gewebsatmung (im Cyclus II) mit Literaturwerten vom Grundumsatz der Maus gut übereinstimmt, hat das Problem der Registrierung der summierten Gewebsatmung über dem gesamten Körpergewichtsbereich eine befriedigende Darstellung erfahren.

Notes

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