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Wirkungen einer einmaligen Röntgenbestrahlung auf die Fortpflanzung der Weibchen vonGammarus duebeni (Crustacea, Amphipoda)

  • M. Hoppenheit1
Helgoländer wissenschaftliche Meeresuntersuchungen23:BF01625296

https://doi.org/10.1007/BF01625296

Zusammenfassung

1. Der Einfluß einmaliger Röntgenbestrahlungen auf die Häutungs-, Ovipositions-, und Produktionsraten an Eiern und Jungtieren wurde an Weibchen vonGammarus duebeni Lilljeborg bei einer konstanten Temperatur von 15° C und einem Salzgehalt von 10 ‰ untersucht.

2. 220 R oder höhere Dosen haben eine verringerte Eiproduktionsrate zur Folge.

3. Bei 330 R oder höheren Dosen ist sowohl ein Ausfall an Ovipositionen wie auch eine reduzierte Wurfgröße zu beobachten.

4. Eine Bestrahlung mit 220 R hat lediglich eine reduzierte Wurfgröße zur Folge.

5. Unterschiede zwischen der Zahl der in das Marsupium abgelegten Eier und der Zahl der aus dem Marsupium entlassenen Jungtiere treten bei 490 R oder höheren Dosen auf.

6. 147 R oder niedrigere Dosen haben keinen erkennbaren Einfluß auf die Produktionsrate an Eiern und Jungtieren.

7. 220 R oder niedrigere Dosen können eine sogenannte „stimulierende Wirkung” haben, die sich in einer höheren Überlebensrate ausdrückt. Die eventuell reduzierte Produktionsrate an Eiern und Jungtieren kann mehr als kompensiert werden durch die höhere Zahl lebender Weibchen und die resultierende höhere Zahl an erzeugten Eiern und Jungtieren.

Notes

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