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  • Die Wirkungen Extrem Niedriger Temperaturen
  • Open Access

Einwirkungen des kalten Winters 1962/63 auf das Makrobenthos im Ostteil der Deutschen Bucht

  • 1
Helgoländer wissenschaftliche Meeresuntersuchungen10:BF01626113

https://doi.org/10.1007/BF01626113

    Zusammenfassung

    1. Am stärksten geschädigt wurden die zur Infauna zählenden Wirbellosen, wie die meisten Lamellibranchier, der GastropodeLunatia, die EchinodermenAmphiura filiformis, Echinocardium cordatum, Astropecten irregularis, die CrustaceenBathyporeia, Ampelisca undDiastylis, von den Polychaeten nur die fast sessileLanice und die festsitzenden epibiotischen Serpuliden. Weniger stark geschädigt wurden die auf dem Substrat lebenden vagilen Formen, wieBuccinum, Asterias, Nototropis. Kaum geschädigt wurden die mit einem kräftigen Grabfuß ausgestattete, im Schlick gut bewegungsfähigeNucula und vagile sowie hemisessile Polychaeten.

    2. Am Leben geblieben waren alle gefangenen Vertreter der borealenMacoma baltica.

    3. Kleine, beziehungsweise juvenile Makrobenthosformen sind ganz offenbar unempfindlicher als größere. Beispiele: jungeOphiura undLanice sowie kleine Polychaeten in extremen Biotopen im Watt.

    4. Bei Einwirkung langanhaltender niedriger Temperaturen spielen für den Schädigungsgrad eine wesentliche Rolle: Wassertiefe, Bodenbeschaffenheit, tiergeographische Verbreitung und Körpergröße. Weiterhin scheint ein Zusammenhang zwischen Überlebensrate und Lokomotionsart zu bestehen.

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