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  • Allgemeine Ökologie
  • Open Access

Die Bedeutung der Struktur für die Besiedlung von Meeresbiotopen

  • 1
Helgoländer wissenschaftliche Meeresuntersuchungen10:BF01626118

https://doi.org/10.1007/BF01626118

    Zusammenfassung

    1. Die Struktur des Meeresbodens kann Qualität und Quantität der Bodenfauna entscheidend beeinflussen. Sie ist ein wichtiger ökologischer Faktor, welcher die Existenz und Ausbreitung ganzer Faunen bestimmt. Die Bodenstruktur beeinflußt darüber hinaus neben der Nährstoffgrundlage die Biomasse des Bodens.

    2. In der Hartbodenregion kommt vor allem der Oberflächengestaltung (rauh oder glatt), der Dauerhaftigkeit der Substratoberfläche sowie ihrer chemischen Beschaffenheit entscheidende Bedeutung zu. Die Struktur kann zudem sekundär durch die Tätigkeit der Organismen modifiziert werden.

    3. Besonders deutlich werden die Beziehungen zwischen der Struktur des Lebensraumes und dessen Besiedlung in der Sandregion. Im Lückensystem (Interstitium, Mesopsammal) des Sandbodens lebt eine reiche Fauna. Ihre Existenz hängt weitgehend ab von der Größe und Ausbildung des Lückensystems. Diese wiederum ist eine Funktion der Korngröße und Kornpackung; sie ist der exakten Messung nur schwer zugänglich.

    4. Von Wichtigkeit ist auch die Schichtung des Substrates. Ton- oder Schlammschichten zum Beispiel können ein Lückensystem unbewohnbar machen; dagegen kann eine Überschichtung mit flockigem Detritus eine positive Wirkung für viele Bewohner des Interstitiums haben.

    5. Die Berücksichtigung der ökologischen Bedeutung der Bodenstruktur hat zur Klärung mancher tiergeographischer und systematischer Probleme geführt.

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