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Planktonuntersuchungen in einem holländischen Meeresarm vor und nach der Abdeichung

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Helgoländer wissenschaftliche Meeresuntersuchungen10:BF01626126

https://doi.org/10.1007/BF01626126

    Zusammenfassung

    Ed wird eine kurze Übersicht über Umweltfaktoren und Plankton eines ehemaligen Meerbusens vor der Abdeichung (Veersche Gat-Zandkreek) und nachher (Veerse Meer) gegeben. Für die quantitave Erfassung des Planktons wurde die Methode vonLohmann (1908) angewandt.

    In bezug auf das Veersche Gat und die Zandkreek sind die wichtigsten Ergebnisse:

    1. 1.

      Als Teil des Oosterschelde-Systems repräsentierten Veersche Gat und Zandkreek ursprünglich euhalin-polyhaline Biotope. Durch ein „wantij“ bei Wolfaartsdijk wurde eine partielle Isolation der zentralen Zandkreek verursacht mit dem Ergebnis, daß abweichende Chlorinitätswerte und signifikante Veränderungen in der qualitativen und quantitativen Zusammensetzung der Planktongemeinschaften auftraten.

       
    2. 2.

      Das Zandkreek-Plankton bestand aus einer neritischen Lebensgemeinschaft, wobei sich das Phytoplankton vornehmlich aus pelagischen Kieselalgen zusammensetzte, das Zooplankton hingegen stark litorale Züge aufwies.

       
    3. 3.

      Die Biomasse nahm im allgemeinen seewärts zu.

       
    4. 4.

      Das Phytoplankton im „wantij“ zeigte zum Teil autochthone Entwicklungstendenzen, zum Teil auch starke Massenentwicklung.

       
    5. 5.

      Infolge einer starken autochthonen Entwicklung litoraler Zooplanktonarten innerhalb der zentralen Zandkreek im Sommer waren hier größere Biomassen nachzuweisen als im Veersche Gat.

       

    Im Hinblick auf das Veerse Meer ergab sich:

    1. 1.

      Die Herabsetzung des Salzgehalts im neu entstandenen Veerse Meer hat während der letzten zwei Jahre zu der Bildung eines α-meso-polyhalinen Biotops geführt.

       
    2. 2.

      Die partielle Aussüßung wurde begleitet von einer starken Eutrophierung des Wassers, welche unter anderem in hohen Phosphorgehalten zutage trat.

       
    3. 3.

      Die Ausschaltung vieler polyhalin-marinen Arten wurde durch das Auftreten vieler Brackwasserarten kompensiert, unter denen Flagallaten und Dinoflagellaten vorherrschen.

       
    4. 4.

      Die heutige Besiedelung ist gekennzeichnet durch Biomassen, die um das Mehrfache größer sind als diejenigen der Zandkreek und des Veersche Gat.

       
    5. 5.

      Der strenge Winter 1962/63 hatte eine ausgeprägte Salzgehaltsschichtung zufolge, die zusammen mit einer Temperaturstratifikation als Doppeltschichtung bis August 1963 nachweisbar war.

       

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